Begriff Definition
Porenbeton

Porenbeton gehört zur Gruppe der Leichtbetone und ist das Leichtgewicht unter den Baustoffen. Gleichzeitig ist Porenbeton hoch wärmedämmend und kommt daher ohne zusätzliche Wärmedämmung von außen aus. Der Porenbeton erfreut sich vor allem bei Hausbauern in Eigeninitiative großer Beliebtheit. Er lässt sich gut mauern und belastet aufgrund seiner Leichtigkeit den Rücken weniger.

Moderne Porenbeton-Mauersteine wie Blocksteine und Plansteine erlauben sogar einen Mauerwerksbau nach Passivhausstandard. Als massiver Baustoff verfügt Porenbeton über eine gleichmäßige Porosierung, adäquate Wärmeleitfähigkeit und ein hohes Wärmespeichervermögen. Ein Porenbeton-Mauerwerk gewährleistet die Luftdichtigkeit der Gebäudehülle und reduziert Energieverluste. Porenbeton-Mauerwerke können ein- und zweischalig ausgeführt werden. Wegen der Maßgenauigkeit der Porenbetonsteine lassen sich diese auch im Dünnbettverfahren aufmauern, was die Wärmeschutzeigenschaften erhöht, die Baufeuchte reduziert und die Bauzeit verkürzt.

Siehe auch

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Porenbetonmauerwerk

Porenbeton ist ein Beton, der so hergestellt wurde, dass er viele geschlossene Lufteinschlüsse enthält. Er ist leicht, energieeffizient und wird hergestellt, indem der Beton in einer Form mit einem Schaummittel versetzt wird. Tatsächlich enthält diese Art von Beton 80 % Luft. In der Fabrik, in der der Baustoff produziert wird, wird das Material geformt und in genau dimensionierte Einheiten zugeschnitten.

Aufgrund der belüfteten Struktur des Materials und seiner einzigartigen Kombination aus Wärmedämmung und thermischer Masse ist Porenbeton sehr gut als Wärme- und Schalldämmung geeignet. Dieser zu der Gruppe der Leichtbetons gehörende Beton brennt nicht. Deshalb ist er ausgezeichnet als Brandschutzwand geeignet und kann große Lasten tragen. Porenbeton ist relativ einfach zu verarbeiten und kann mit Handwerkzeugen einschließlich Holzbearbeitungswerkzeugen geschnitten und geformt werden.

Blöcke werden in sehr genauen Abmessungen hergestellt und normalerweise in Dünnbettmörtel verlegt, der mit einer Kelle aufgetragen wird. Die Druckfestigkeit von Porenbeton ist exzellent. Obwohl er nur ein Fünftel der Dichte von normalem Beton hat, hat er eine Tragfähigkeit von bis zu drei Stockwerken. Ganze Gebäudestrukturen können in Porenbeton von Wänden zu Böden und Dächern mit verstärkten Stürzen, Blöcken und Boden-, Wand- und Dachplatten hergestellt werden. Er hat eine lange Lebensdauer und produziert nach dem Verbauen keine giftigen Gase.

Aufgrund der Ähnlichkeit mit herkömmlichem Betonmauerwerk lassen sich Porenbetonblöcke genauso problemlos zu einem Porenbetonmauerwerk installieren. Die erste Schicht wird gelegt und geebnet. Die Blöcke werden mit einem Dünnbettmörtel in einer laufenden Verbindung mit einer Überlappung aufeinander gereiht. Das Mauerwerk kann mit einem Gummihammer geebnet und begradigt werden. Benötigte Öffnungen und ungerade Winkel werden mit einer Handsäge zugeschnitten. Porenbetonmauerwerke können schnell und einfach errichtet werden.

Siehe auch hausbauberater.de/bauweisen/massivhaus/porenbeton.

 

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Synonyme - Porenbeton, Gasbeton
Potentialausgleich

Ein Potentialausgleich ist eine gut leitende elektrische Verbindung, die unterschiedliche elektrische Potentiale (Spannungen) minimieren soll. Somit dient der Potentialausgleich hauptsächlich dem Schutz vor einem elektrischen Schlag. Es wird zwischen einem Hauptpotentialausgleich und einem örtlichen Potentialausgleich unterschieden. Nach DIN VDE 0100 Teil 200 ist der Potentialausgleich eine "elektrische Verbindung, die die Körper elektrischer Betriebsmittel und fremde leitfähige Teile auf gleiches oder annähernd gleiches Potential bringt".

Hauptpotentialausgleich

Zum Schutz eines elektrischen Schlages ist nach DIN VDE 0100-410 (Errichten von Niederspannungsanlagen) in jedem Gebäude ein Hauptpotentialausgleich durchzuführen. Mithilfe von Potentialausgleichsleitern (mindestens 6 mm2 Cu) und einer Potentialausgleichsschiene müssen leitende elektrische Verbindungen zwischen den folgenden Anlageteilen hergestellt werden:

  • Hauptschutzleiter (Hausanschlusskasten)
  • Haupterdungsleiter (Anschluss zum Fundamenterder)
  • Hauptwasserrohr
  • Hauptgasrohr
  • Weitere Metall-Rohrsysteme wie beispielsweise Heizungs- und Abwasserrohre
  • Fernmeldeanlage

Örtlicher Potentialausgleich

Ein zusätzlicher Potentialausgleich wird nach DIN VDE 0100 (Errichten von Niederspannungsanlagen) notwendig:

  • In Räumen mit einer elektrischen Gefährdung wie zum Beispiel in Badezimmern und Schwimmanlagen.
  • In IT-Systemen mit einer Isolationsüberwachung.
  • Wenn ein automatisches Ausschalten der Stromversorgung bei einer indirekten Berührung nicht stattfinden kann.

Es ist hierbei zu beachten, dass die Systeme mit einem Potentialausgleichsleiter mit einer mindestens 4 mm2 Cu miteinander verbunden werden.

 

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Synonyme - Erdungsausgleich
Preisstatistik

Das Statistische Bundesamt erhebt regelmäßige Preisstatistiken, die relevant für die Immobilienbranche sind. Hierfür gibt es unterschiedliche Varianten, von denen einige speziell für den Bereich Bauen und Immobilien angefertigt werden. In diesem Zusammenhang lassen sich so beispielsweise relevante Kaufwerte für Bauland ermitteln, woraus wiederum die Grundstückspreise resultieren. Auch ein spezieller Mietpreisindex wird vom Statistischen Bundesamt regelmäßig erstellt. Hinzu kommen maßgebende Messzahlen für Bauleistungspreise sowie ein umfassender Baupreisindex.

  • Kaufwerte für Bauland (Grundstückspreise)
  • Pachten und Mieten für Räume und Grundstücke (Mietenindex)
  • Zahlen zur Bemessung der Bauleistungspreise und Preisindizes für Bauwerke (Baupreisindex)

Um den Preis eines Grundstücks oder einer Immobilie in einem Gebiet zu ermitteln, wird in der Immobilienbranche das Vergleichswertverfahren oder die Festlegung eines Bodenrichtwertes durchgeführt. Hierbei werden ähnliche Grundstücke beziehungsweise Immobilien miteinander verglichen. Um einen exakten Preis zu erhalten, sollte eine ausreichend hohe Anzahl an vergleichbaren Objekten, die möglichst viele Gemeinsamkeiten aufweisen, verglichen werden.

  • Lage des Grundstücks
  • Zuschnitt und Größe des Grundstücks
  • Art der baulichen Nutzung
  • Bodenniveau
  • Status der Erschließung
  • Infrastruktur der Region

Die Grundstückspreise werden von einem Gutachter festgelegt. Die wichtigen Daten hierzu werden aus Kaufpreissammlungen der Gemeinden und Städte gezogen. Aufbauend auf seinen Erfahrungen bestimmt er somit den Grundstückspreis. Sind in einem Gebiet zu wenig vergleichbare Grundstücke vorhanden, wird zur Berechnung das Bodenrichtwert-Verfahren angewendet.

Der Mietpreisindex ist eine Vergleichsgröße, die sich auf die durchschnittliche Veränderung von Netto-Kaltmieten innerhalb eines Zeitrahmens bezieht. Er wird monatlich vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht und ist frei einsehbar. Dem Mietpreisindex wird eine große Bedeutung zugeschrieben. So ist er nicht nur entscheidend für die Statistik der Preise auf dem Wohnungsmarkt, sondern auch eine wichtige Kennziffer für den Verbraucherpreisindex, der am Ende entscheidend für wirtschaftliche Entscheidungen von Unternehmen ist, beziehungsweise preisgibt, ob die richtige Zeit dafür gekommen ist, in eine Immobile oder andere Güter zu investieren.

Der Baupreisindex ist ein Preisindex, der die Entwicklung der Baupreise auf ein Basisjahr zeigt. Das Basisjahr ändert sich jedes fünfte Jahr und wird durch das Statistische Bundesamt festgelegt. Zu unterscheiden ist der Baukostenindex. Beim Baukostenindex werden die Kosten bei der Erbringung von Bauleistungen erfasst. Er wird im Allgemeinen durch die Kosten von Arbeit und Material bestimmt.

 

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Primärenergiebedarf

Mit der Berechnung des Primärenergiebedarfs wird die tatsächlich verbrauchte Energie in einem Haushalt bestimmt. Es können jedoch nicht alleine Tendenzen in der Energieeffizienz ausgemacht werden. Auch gesetzliche Vorgaben der Energieeinsparverordnung lassen sich somit überprüfen.

Um den genauen Wert errechnen zu können, müssen die sogenannten Primärenergiefaktoren beachtet werden. Dieser unterscheidet sich je nach Energieträger und berücksichtigt den jeweiligen Energieaufwand, der mit den verschiedenen Energieträgern verbunden ist. Der Primärenergiefaktor ist Teil der Energieeinsparverordnung und somit gesetzlich festgelegt. Der Faktor muss mit dem Endenergiebedarf multipliziert werden. Das errechnete Ergebnis ist dann der Primärenergiebedarf.

Formel: QP = (Qh + Qtw) * ep (nach DIN 4701-10)

QP  -->  Primärenergiebedarf
Qh   --> Heizwärmebedarf, Jahres-Heizwärmebedarf
Qtw  --> Wärmebedarf für Warmwasser
ep    --> Aufwandszahl

Einheit: kWh/a

Zudem gibt der Faktor Aufschluss, wie energieeinsparend ein Energieträger arbeitet. Bauherren, die konkrete Zahlen zur Auswirkung von erneuerbaren Energien benötigen, werden im Primärenergiebedarf fündig. Ein Unterschied beispielsweise zwischen Solarenergie und Heizöl ist bei Multiplikation der entsprechenden Werte enorm. Somit ist der Primärenergiebedarf der relevante Kennwert der bestimmt werden muss, um einen genauen Wert zu erhalten. Er wird als gesetzliche Vorgabe beim Neubau verwendet. Bauherren können die entsprechenden Werte in der Energiesparverordnung oder im Gesetz für Erneuerbare Energien nachlesen und sich ausreichend informieren. Auch Eigentümer einer bestehenden Immobilie können durch Errechnung des Primarenergiebedarf angeregt werden, den Energieträger zu wechseln und so etwas für die Umwelt und für die eigene Kosteneinsparung zu tun.

 

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Synonyme - QP
Projektentwicklung

Im Kontext von Immobilien und dem Bau des Eigenheims beschreibt die Projektentwicklung den Vorgang zur Planung, Konzeptionierung, Realisierung und Betreuung von größeren Bauvorhaben. Der Begriff ist aber nicht gesetzlich festgeschrieben und kann daher auf eine Vielzahl von Anwendungsfällen im Bauwesen adaptiert werden. Auch Sanierungsvorhaben, ein Neubau grundsätzlich, die bauliche Denkmalpflege, sowie ein städtebauliches Projekt sowie bei allen Maßnahmen, die einer gründlichen Planung oder Koordinierung bedürfen, kann eine Projektentwicklung sinnvoll sein.

Im klassischen Sinne beschreibt die Projektentwicklung die Begriffe:

  1. Standort
  2. Kapital
  3. Idee

Sie begleitet also, in Phasen unterteilt, ein Projekt über alle Projektphasen und dient der besseren Organisation aller am Bau beteiligten Akteure. Ziel der übergeordneten Steuerung eines Projektes liegt auch in der Minderung von Risiken, beispielsweise dem Budget oder im Rahmen von gesetzlichen Vorgaben. Der Projektentwicklung liegt daher auch immer eine Kostenentwicklung zugrunde, bei der versucht wird, in einem möglichst frühen Stadium auf mögliche Faktoren für eine Kostenexplosion oder – Erhöhung Einfluss zu nehmen. Das mindert die Risiken für einen Totalausfall und dem möglichen Scheitern eines Projektes.

Eine Projektentwicklung wird in Phasen unterteilt:

  • Projektentwicklung
  • Projektinitiierung
  • Projektkonzeption
  • Projektvermarktung

Geht man von einem größeren Bauprojekt aus, ist die Vermarktung der Teil, in dem beispielsweise Eigentumswohnungen auf dem freien Markt verkauft werden. Es kann sich aber auch um ein Bürogebäude oder ein Altersheim handeln. Jeder Schritt ist individuell abhängig vom geplanten Bauvorhaben. Wichtig ist bei allen jeweils nur, dass ein standardisierter Ablauf die Minimierung von Risiken für alle Beteiligten absichert und gesetzliche Vorgaben und bauaufsichtliche Regelungen eingehalten werden.

 

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Prolongation

Eine Prolongation ist eine Verlängerung einer bestehenden Baufinanzierung oder auch Anschlussfinanzierung. Neigt sich die erste Sollzinsfinanzierung dem Ende zu, läuft gleichzeitig die Baufinanzierung aus und die Restschuld muss weiterfinanziert werden.

In Zeiten, wo die Zinsen niedrig sind, versäumen es viele Verbraucher, die Zinskosten ihrer Baufinanzierung am Ende der Zinsbindungsfrist zu überprüfen. Verbraucher sollten nicht auf das Angebot der Bank, bei der der Baufinanzierungskredit gelaufen ist, warten. Hierfür sollten Angebote anderer Banken verglichen werden, um den günstigsten Zinssatz zu finden. Sollten Bauherren eine andere Bank für die Schlussfinanzierung ins Auge fassen, sprechen wir von einer Umschuldung.

Banken sind jedoch nicht verpflichtet, eine Prolongation anzubieten. Sollte sich die Bonität eines Kreditnehmers seit dem Abschluss der Erstfinanzierung deutlich verschlechtert haben, kann eine Prolongation abgelehnt werden.

Für Bauherren sollte das Thema Anschlussfinanzierung erstmals zwölf Monate vor Ablauf der Baufinanzierung im Raum stehen. Ihnen wird dann in der Regel die Möglichkeit gewährt, ein Forward-Darlehen in Anspruch zu nehmen. Dies ist besonders geeignet für Finanzierungen, die mit einem niedrigen Eigenkapital begonnen wurden. Jedoch bieten nicht alle Banken Forward-Darlehen an. Bauherren müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie ein günstiges Angebot nur dann bekommen, wenn sie den aktuell am Markt erreichbaren Zins kennen und gut vergleichen.

Bauherren sollten einige Dinge wissen, um einen bestehenden Vertrag mit der Bank zu günstigen Konditionen zu verlängern oder preiswerte Alternativen zu finden. Sollte eine Restschuld von weniger als 100.000 Euro vorliegen, ist es schwierig, einen neuen Kreditgeber zu finden. Somit besteht keine andere Möglichkeit, als bei der alten Bank zu prolongieren. Dabei können bestimmte Zinskonditionen neu verhandelt und festgelegt werden. Das Darlehen muss nicht zwingend nach Ablauf der Prolongation zurückgezahlt sein. Es können von Seiten des Kreditnehmers weitere Finanzierungsrunden in Anspruch genommen werden. Die allgemeinen Bestimmungen des Vertrages bleiben bei einer echten Prolongation bestehen. Wird ein neuer Vertrag zwischen beiden Parteien zur Restfinanzierung ausgehandelt, handelt es sich nicht um eine Prolongation.

Siehe auch: hausbauberater.de/fachbegriffe/anschlussfinanzierung

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Synonyme - prolongieren
Prospektangaben

Käufer suchen sich ihr Traumhaus häufig anhand schön gestalteter Prospekte des Verkäufers aus. Jedoch müssen Käufer hier sehr vorsichtig sein und darauf achten, dass Angaben, die im Prospekt gemacht wurden und für die Kaufentscheidung von enormer Bedeutung sind, sich im notariell beglaubigten Vertrag wiederfinden.

Für den Käufer einer Immobilie ist es das Beste, eine bestimmte Beschaffenheit des Gebäudes im Notarvertrag festhalten zu lassen. Möchte sich der Käufer auf die im Exposé erwähnten Angaben verlassen können, sollte er dafür sorgen, dass der Kaufvertrag auf den Prospekt Bezug nimmt. Auch sollte der Prospekt der notariellen Urkunde beigefügt werden.

Da es keinerlei verbindliche Berechnungsmethoden zur Angabe von Wohn- und Nutzfläche existieren, sollte der Käufer hierbei besondere Obacht walten lassen. Es liegt an dem Kaufinteressenten, beim Verkäufer zu erfragen, mit welcher Berechnungsmethode er die angegebenen Flächenangaben ermittelt hat. Hierfür sollte der Käufer unbedingt einen Sachverständigen hinzuziehen, um auf der sicheren Seite zu stehen.

Die neue Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) bedeutet keinen Freibrief für Verkäufer, den Käufer mit einem Prospekt vorweislich zu ködern und dann dafür zu sorgen, dass keine Angaben darüber im Notarvertrag festgehalten werden.

Vom BGH ausdrücklich betont, muss der Verkäufer für vorvertragliches Verschulden aufkommen. Vorvertragliches Verschulden kann somit auf mündlicher Basis oder mithilfe eines trügerischen Exposés zustande gekommen sein. Sollte trügerisches Handeln vonseiten des Verkäufers nachweisbar sein, hat der Käufer einen Schadensersatzanspruch zugut. Dieser stellt sich als Kaufpreisminderung dar.

Interessenten einer Immobilie sollten beim Kauf eines Hauses unbedingt die Beratung durch einen Bausachverständigen oder einen Anwalt im Immobilienrecht hinzuziehen.

 

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Protokoll

Bauherren entschliessen sich in der Regel einmal in ihrem Leben dazu, ein Haus zu bauen. Ein Hausbau ist ein Grossprojekt, dass sich für private Bauherren oftmals als eine echte Herausforderungen darstellt. Sei es in finanzieller Sicht oder auch bei der Umsetzung. Deshalb ist es wichtig, den gesamten Hausbauprozess in einem Bauprotokoll, auch Bautagebuch genannt, festzuhalten. Dieses muss vom Bauführer während der gesamten Bauzeit lückenlos geführt werden.

Somit kann im Nachhinein nachvollzogen werden, was, wann und durch wen Bauvortschritte erzielt wurden und welche Schäden beziehungsweise Mängel am Bau aufgetreten sind.

  • Detaillierte Angaben zum Bauprojekt.
  • Datumsangabe des Bauantrags.
  • Angaben zum Baufortschritt.
  • Angaben zu den klimatischen Einflüssen, speziell wenn sich dies auf den Vortschritt des Hausbaus auswirkte.
  • Angaben zu den Unternehmen, die am Bau beteiligt sind inklusive den Mitarbeitern.
  • Angaben zu den eingesetzten Baugeräten sowie den verwendeten Materialien.
  • Detaillierte Dokumentation von vermuteten Mängeln während der Bauzeit.
  • Resultate von Baubesprechungen mit Namen und Unterschriften der involvierten Personen.
  • Bildliche Dokumentation von Arbeiten, die zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr sichtbar sind wie zum Beispiel elektrische Installationen.
  • Nachweise von Betriebsanleitungen der verbauten Elementen. Dazu gehören unter anderem Heizungsanlagen, Türen oder Fenster.

Da das Bautagebuch Bestandteil des Vertrages zwischen dem Bauherrn und dem Bauleiter ist, hat der Bauherr das Recht, dieses zu jeder Zeit einzusehen und eine Kopie des Protokolls anzufordern. Der Bauherr muss zu seiner eigenen Sicherheit jede einzelne Protokollkopie zusammen mit den Bauunterlagen sammeln, um bei später auftretenden Schäden Beweise vorlegen zu können.

Auch wenn es nicht in der Pflicht des Bauherren liegt ein Bauprotokoll zu führen, ist es ratsam, fortlaufende Dokumentationen mit Fotomaterial von beispielsweise Installation der Fussbodenheizung anzufertigen. Sollten zu einem späteren Zeitpunkt notwendige Reparaturen durchgeführt werden müssen, kann sich dies als äusserst nützlich erweisen.

 

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Synonyme - Protokolle,Hausbauprotokoll, Bauprotokoll, Baustellenprotokoll
Prüfstatiker

Ein anerkannter Prüfstatiker prüft im Auftrag der Bauaufsichtsbehörde beziehungsweise des Bauherrn die Berechnungen des Statikers. Der Prüfstatiker ist somit für die Stabilität eines Neubaus verantwortlich. Seine Aufgabe ist es, darauf zu achten, dass das Dach eines Gebäudes fachgerecht designt ist, damit es zu einem späteren Zeitpunkt nicht in sich zusammenfällt. Auch für die Kontrolle der Statik von tragenden Wänden ist er verantwortlich.

Ein Prüfstatiker muss einen anerkannten Abschluss als Bauingenieur und eine gewisse Berufserfahrung nachweisen können. Das Verfahren zur Anerkennung kann von Bundesland zu Bundesland variieren. Ein abgeschlossenes Studium und Berufserfahrung bleiben jedoch verpflichtend.

Nicht für alle Bauvorhaben müssen Prüfstatiker hinzugezogen werden. In Deutschland werden Prüfingenieure besonders beim Bau von Gebäuden mit einem komplexen Genehmigungsverfahren gesetzlich verlangt. In den meisten Bundesländern dürfen Einfamilienhäuser sowie kleinere Bauprojekte ohne eine Prüfung der bereits erstellten Statik gebaut werden. Dies bedeutet, dass einfache Genehmigungsverfahren für den Bau von Ein- sowie Zweifamilienhäuser, Garagen und weitere nicht komplizierte Projekte ein Prüfstatiker vonseiten des Bauherrn hinzugezogen werden kann. Eine gesetzliche Pflicht besteht nur in den Bundesländern Brandenburg, Hessen sowie Berlin.

Neben der Standsicherheit eines Gebäudes ist der Prüfstatiker zusätzlich für die Feuerwiderstandsdauer bei Sonderbauten sowie für den Wärme- und Schallschutz verantwortlich.

Die Leistungen eines Prüfstatikers sind in der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure geregelt. Sie sind unter den Baunebenkosten abzurechnen. Ein zu zahlendes Honorar ist abhängig von der Gebäudeart und bewegt sich im Rahmen von etwa 800 Euro.

 

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Synonyme - Prüfingenieur

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