Kalkputz

Begriff Definition
Kalkputz

Kalkputz ist ein rein mineralischer Putzmörtel und eignet sich für den Innen- und Außenbereich. Der Putz verhindert Schimmelbildung, ist antibakteriell und günstig. Vorzugsweise wird Kalkputz für Sockelputze, in Treppenhäusern, aber auch im Wohnbereich als Kalkinnenputz angewandt.

Woraus besteht Kalkputz?

Kalkputz besteht ausschließlich aus mineralischen Bestandteilen und härtet ohne künstliche Bindemittel aus. Klassischer Kalkputz besteht aus Quarzsand, Wasser und gelöschtem Kalk. Dieses einfache Rezept wird bereits seit der Antike angewendet. Das Aushärten erfolgt durch die Aufnahme von Kohlendioxid aus der Umgebungsluft, dadurch entsteht Kalkstein, der je nach Zusammensetzung und Qualität weiß bis beige gefärbt ist. Durch die Art des Aushärtens wird der Putz auch als Luftkalkputz bezeichnet. Durch den Zusatz von Pigmenten können verschiedene Farbnuancen erzielt werden. Als Untergrund eignen sich mineralische Untergründe wie Mauerziegel, Lehm- oder Kalksandsteine, aber auch Putzträgerplatten aus Holzfaser, Heraklith oder Schilfrohr.

Vor- und Nachteile von Kalkputz

Kalkputz in seiner ursprünglichen Rezeptur ist ein hygienischer Baustoff, der durch die Unempfindlichkeit gegen Schimmel und die Diffusionsoffenheit gerne in Altbauten verwendet wird. Nachteilig sind allerdings die lange Abbindezeit sowie der Auftrag in zwei Schichten. Um diese Nachteile auszugleichen sind mittlerweile vor allem für den Innenbereich moderne Kalkputze (MG P Ic) erhältlich, die sich maschinell verarbeiten lassen, einlagig aufgetragen werden und in kurzer Zeit abbinden.

Wird Kalkputz als Außenputz verwendet, müssen Jahreszeit und Wetter für den Auftrag beachtet werden. Solange sich noch Feuchtigkeit im Material befindet, ist dieses frostgefährdet.

Anwendungsbereiche für Kalkputz

Kalkputz kann durch seine Eigenschaften das Raumklima verbessern. Dies macht den Putz zum beliebten Material für Innenputze. Der Putz wird mit Wasser angemischt und mit der Kelle auf den Untergrund aufgetragen. Pro Millimeter Schichtdicke beträgt die Trocknungszeit ca. 24 Stunden. Im Außenbereich wird Kalkputz häufig als Sockelputz eingesetzt. Auch hier punktet der Baustoff durch seine Vorteile. Lediglich dann, wenn der Sockelbereich dauerhaft der Nässe ausgesetzt, ist der Putz ungeeignet.

 

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