Putz

Begriff Definition
Putz

Als Putz bezeichnet man die ein- oder mehrlagige Beschichtung auf Wänden und Decken, mehrschichtige Putze werden Putzsysteme genannt. Je nach Zusammensetzung weisen Putze unterschiedliche Eigenschaften auf. Eine weitere Unterscheidung ist das Einsatzgebiet als Innen- oder Außenputz.

Die Putzmörtelgruppen nach DIN 18550

In der DIN 18550 „Außenputz und Innenputz“ sind die Putze in verschiedene Gruppen eingeteilt. Unterschieden werden:

  • Kalkmörtel (PI)
  • Kalkzementmörtel (PII)
  • Zementmörtel (PIII)
  • Gipsmörtel (PIV)

als mineralische Putze. Kunstharzputze sind ebenfalls in Gruppen eingeteilt, nämlich in:

  • Außen- und Innenputze (P Org I)
  • Innenputze (P Org II)

Eine weitere speziell für Kunstharzputze relevante Regelung ist die DIN 18558 „Kunstharzputze; Begriffe, Anforderungen, Ausführung“.

Aufgaben von Putz

Eine der Hauptaufgaben von Putz ist es, die meist poröse Rohbauwand zu ebnen und eine glatte, geschlossene Oberfläche zu erzeugen. Diese dient im Innenbereich als Grundlage für Farbanstriche oder Tapeten, im Außenbereich schützt der Fassadenputz die Wand und eine eventuell aufgebrachte Dämmung vor der Witterung. Weiterhin verbessern Putze Schall- sowie Wärmedämmung und gewährleisten einen regelkonformen Brandschutz.

Innenputz

Für den Innenbereich kommen verschiedenste Putze zum Einsatz, zum Beispiel Gipsputz, Kalkputz, Kalkzementputz und Lehmputz als mineralische Putze oder Fertig- und Kunstharzputz als organische Putze. Gipsputz kommt im Innenbereich bevorzugt zum Einsatz, in der Altbausanierung wird oft Kalkputz eingesetzt, der aufgrund seiner Zusammensetzung das Raumklima reguliert und Schimmelbildung vorbeugt. Im ökologischen Bauen wird gerne der wohngesunde Lehmputz verwendet. Kunstharzputze oder auch Dispersionsputze sind in vielen Varianten erhältlich und schaffen im Innenbereich dekorative Oberflächen.

Außenputz

Fassadenputze dienen als schützende und dekorative Schlussbeschichtung auf der Außenwand. Auch hier unterscheidet man zwischen mineralischen und Kunstharz- oder Dispersionsputzen. Mineralische Außenputze bestehen aus Kalkstein, Sand, Marmor und Quarz, als Bindemittel dienen Kalk und Zement. Vor allem im Zusammenhang mit Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) kommen häufig Dispersionsputze mit organischen Bindemitteln zum Einsatz. Der Putz schützt die darunterliegende Dämmschicht, ist besonders wasserabweisend, unempfindlich gegen Witterungseinflüsse und entsprechend langlebig.

 

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