Zeolith

Begriff Definition
Zeolith

Zeolith, ein Mineral, gehört zu der Familie hydratisierter Aluminosilikate, die Alkali- und Erdalkalimetalle enthalten. Die Zeolithe sind bekannt für ihre Fähigkeit zum Ionenaustausch und ihre Adsorptionskapazität. Sie haben eine Struktur, die miteinander verbundene Hohlräume einschließt und die mit großen, positiv geladenen Ionen und Wassermolekülen besetzt sind. Dadurch entsteht eine Leichtigkeit der Bewegung von positiven Ionen und Wasser innerhalb der Struktur. Das ermöglicht eine Adsorption von Wasser und einen Ionenaustausch.

Die Adsorptionskapazität variiert mit der Art und Weise, wie das Wasser innerhalb der Struktur gebunden wird. Bei Zeolithen, in denen Wasser fest gebunden ist, tritt bei relativ hohen Temperaturen eine Adsorption auf. Im Gegensatz dazu kann bei bestimmten Zeolithen mit großen Hohlräumen ein Teil des Wassers bei niedrigen Temperaturen freigesetzt werden. Die Geschwindigkeit des Ionenaustauschs hängt von der Größe und den Verbindungen zwischen den Hohlräumen ab.

Zeolithe können andere positiv geladene Ionen gegen die ursprünglich in ihnen eingeschlossenen Metallionen austauschen. Der Vorgang wird auch als Kationenaustausch oder Ionenaustausch bezeichnet. Diese Eigenschaft hilft zum Beispiel bei der Wasserenthärtung und bei der Beseitigung von radioaktiven Schwermetallen in Abwässern.

Zeotithe werden unter anderen als Trocknungsmittel in Geschirrspülern, für die Herstellung von Waschmitteln sowie in Wasser- und Luftreinigern verwendet. Sie gehören zu den wichtigsten Katalysatoren im Bereich der Chemieindustrie. Weitere kommerzielle Anwendungen umfassen die Trennung von Kohlenwasserstoffen, wie beispielsweise bei der Erdölraffination, das Trocknen von Gasen und Flüssigkeiten und der Einsatz als Filtertrockner durch selektive molekulare Adsorption in Kälteanlagen- und Wärmepumpen.

Auch das muss mal gesagt werden:

Auch Klinoptilolith gehört zu den Zeolithen. Gern als das Wundermittel schlechthin angepriesen, soll es bei Krebs helfen, vor Covid-19 schützen und die natürliche Entgiftung beschleunigen. Keine der Werbeaussagen ist wissenschaftlich belegt.

Als Zusatzstoff

  • in Futterstoffen zur Ballaststoffanreicherung,
  • in Katzenstreu zur Geruchsbindung
  • im Geschirrspüler als Ionenaustauscher

hat sich Zeolith bewährt. Als Nahrungsergänzungsmittel sollte es nicht genutzt werden. Nicht umsonst ist der Verkauf als Lebensmittel in der EU nicht gestattet.

Siehe auch: www.verbraucherzentrale.de

 

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Synonyme: Klinoptilolith

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