Eigenfeuchte

Begriff Definition
Eigenfeuchte

Die Eigenfeuchte einer Gesteinskörnung setzt sich aus der Oberflächenfeuchte und der Kernfeuchte zusammen. Die Gesteinskörnung besteht aus gebrochenen und/ oder ungebrochenen Körnern aus natürlichen, künstlichen oder recycelten Materialien. Diese Körner bilden den Zuschlagsstoff für die Herstellung von Beton. Weiterhin wird dieser Begriff im Zusammenhang mit der Feuchte eines porösen Baustoffs durch die Aufnahme von Wasser verwendet. Die Angabe der Eigenfeuchte erfolgt in Prozent.

Wassergehalt von Beton

Beton besteht aus den Grundstoffen Zement, Sand, bzw. Kies und Wasser sowie gegebenenfalls verschiedenen Zusatzstoffen. Damit die richtige Menge an Wasser für eine ideale Konsistenz zugegeben werden kann, muss die Eigenfeuchte des Materials bestimmt werden. Diese Eigenfeuchte setzt sich aus der Feuchtigkeit in den Gesteinsporen (Kernfeuchte) und dem Wasser auf sowie zwischen den Körnern (Oberflächenfeuchte) zusammen.

Für die Bestimmung des Feuchtegehalts gibt es verschiedene Messmethoden wie zum Beispiel die Darmmethode, die Calciumcarbid-Methode oder die Abfallmethode. In der Regel werden jedoch Standardwerte verwendet, die von einer mittleren Eigenfeuchte ausgehen. Aus diesen Werten ergeben sich die entsprechenden Mengen an Wasser in Abhängigkeit vom Korndurchmesser des Zuschlagsstoffes:

  • Korndurchmesser < 2 mm: 20 Gewichts-%
  • Korndurchmesser 2 - 4 mm: 5-10 Gewichts-%
  • Korndurchmesser 4 mm: 5-8 Gewichts-%

Für die Bestimmung des erforderlichen Wassergehaltes in einer Betonmischung wird nur die Oberflächenfeuchte herangezogen.

Baufeuchte und Eigenfeuchte

Zum Teil wird der Begriff der Eigenfeuchte auch im Zusammenhang mit der Baufeuchte verwendet. Diese setzt sich aus der Einbaufeuchte, damit ist die Luftfeuchtigkeit während der Bauphase gemeint, und der Eigenfeuchte der Materialien zusammen, die sich nach dem Gesamtwassergehalt des Baustoffs richtet und unterschiedlich hoch ist. Eng damit in Zusammenhang steht die sogenannte Neubaufeuchte, die beim Bau eines Massivhauses durch Mörtel, Beton, Estrich und anderen Nassbaustoffen entsteht. Die eingetragenen Wassermengen sind teilweise erheblich und es kann zwei Heizperioden dauern, bis das Gebäudeinnere komplett getrocknet ist.

 

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