Dachdämmung

Begriff Definition
Dachdämmung

Die Dachdämmung ist eine wärmedämmende Schicht im Dach, die dazu dient, Wärmeverluste im Winter zu begrenzen. Im Sommer sorgt die Dachdämmung dafür, dass sich die Räume nicht zu stark aufheizen. Der Gesetzgeber schreibt für das Dach bestimmte Dämmwerte vor, welche Art der vielen verschiedenen Dämmmaterialien verwendet werden, bleibt dem Bauherrn überlassen.

Dachdämmung – verschiedene Konstruktionen

Wird ein Dachgeschoss zu Wohnzwecken genutzt oder schließt das Dach den bewohnten Raum eines Hauses ab, muss es eine ausreichende Dämmung aufweisen. Wo die Dachdämmung angeordnet wird, hängt von der Dachkonstruktion ab. Beim Steildach unterscheidet man drei Varianten:

  • Zwischensparrendämmung
    Bei der häufig eingesetzten Zwischensparrendämmung liegt die Dachdämmung zwischen den tragenden Dachsparren oder -bindern. Den raumseitigen Abschluss bildet eine Unterspannbahn, die mit der Innenbekleidung abgedeckt wird.

  • Aufsparren- oder Aufdachdämmung
    Die Aufsparren- oder Aufdachdämmung wird vorwiegend bei Sanierungen eingesetzt. Dabei befindet sich die Dämmebene über den Sparren. Durch die vollflächige Verlegung entstehen keine Wärmebrücken.

  • Untersparrendämmung
    Die Untersparrendämmung ist dann eine Alternative, wenn die Zwischensparrendämmung durch eine geringe Dachbinderhöhe nicht ausreichend stark ist. Die Dämmebene sitzt dabei unterhalb der Dachsparren, ist leicht umzusetzen und wird vorwiegend als Zusatzdämmung zur Zwischensparrendämmung eingesetzt.

Die Dämmmaterialien für die Dachdämmung

Der Markt bietet heute eine Vielzahl verschiedener Dämmstoffe, die sich auch für die Dachdämmung eignen. Zu den Klassikern gehören Mineralwolle mit einem Marktanteil von 60 % oder auch XPS- bzw. EPS-Platten mit einem Marktanteil von 25 %. Seltener werden Hartschaumplatten aus Polyurethan (PUR) als Dämmstoff verwendet. Als ökologische Alternativen können für die Dachdämmung auch nachwachsende Rohstoffe wie Hanf, Lein oder Schafwolle eingesetzt werden. Welches Material für die Dachdämmung genutzt wird, ist eine Geschmacks-, aber auch eine Preisfrage. In bauphysikalischer Hinsicht ist die Konstruktion des Dachs entscheidend, die ausschlaggebend für die Dicke des Dämmmaterials sowie den erforderlichen U-Wert ist. Am Ende muss das fertig gedämmte Dach den Vorgaben aus dem Gebäudeenergiegesetz entsprechen. Dieses schreibt als U-Wert für ein gedämmtes Dach je nach Dachkonstruktion einen Wert von 0,20 bis 0,24 W/(m2·K) vor.

Siehe auch

 

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Synonyme: Dachisolierung, Wärmeisolierung, Dachdämmungssysteme,Dämmung

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