Betondachstein

Begriff Definition
Betondachstein

Betondachsteine bestehen aus einer Mischung aus Zement und quarzhaltigem Sand sowie Pigmenten und werden als Formsteine durch Dacheindeckung verwendet. Die künstlich geformten Steine sind in verschiedenen Farben und mit unterschiedlichen Oberflächenbehandlungen erhältlich. Durch moderne Herstellungsverfahren sind diese Dachsteine optisch oft kaum mehr von Tondachziegeln zu unterschieden.

Herstellung von Betondachsteinen

Betondachsteine werden industriell im Strangpressverfahren in verschiedenen Formen hergestellt und härten anschließend ohne Brennvorgang aus. Dazu wird ein Endlosstrang in der gewünschten Form als Betonpfannen, ebene Dachsteine oder Biber-Dachsteine in festen Abständen zertrennt. Die Oberfläche wird mit Zementschlämme versiegelt. Man unterscheidet durchgefärbte, granulierte und beschichtete Betondachstein. Bei der Durchfärbung wird der Rohstoff mit Farbpigmenten gemischt, bei der Granulierung entsteht die Farbgebung durch das Aufspritzen gefärbter Zementschlämme. Betondachsteine mit Oberflächenbeschichtung sind mit einer kunststoffbasierten Beschichtung versehen, die nach dem Aushärten aufgebracht wird.

Eigenschaften und Vorteile

Dachsteine aus Beton sind in verschiedenen Farben und Formen erhältlich, frost- und witterungsbeständig, bruchfest und langlebig. Die Hersteller geben eine Lebensdauer von 15 bis 30 Jahren an. Durch die Aushärtung ist kein Brand erforderlich, dies spart Energie bei der Herstellung und senkt den Primärenergiebedarf der Steine. Zudem sind Betondachsteine im Vergleich kostengünstiger als Tondachziegel. Allerdings gibt es auch Nachteile. So ist durch das vergleichsweise hohe Gewicht von ca. 4 kg pro Stein eine robuste Dachkonstruktion erforderlich. Optisch ähneln die Dachsteine zwar den klassischen Dachziegeln aus Ton, wirken jedoch dennoch nicht so natürlich. Auf der Oberfläche kann es zu Kalkausblühungen und Moosbewuchs kommen. Letzteres lässt sich durch eine Oberflächenbeschichtung oder durch porenarme Oberflächen reduzieren.

Für welche Dächer eignen sich Betondachsteine?

Betondachsteine eignen sich zur Eindeckung geneigter Dächer ab 16 Grad (mit regensicherer Unterkonstruktion). Ohne Unterkonstruktion können die Dachsteine je nach Form für Dachneigungen ab 22, bzw. 25 Grad verwendet werden. Für die Dacheindeckung mit Betondachsteinen gelten die DIN EN 490 „Dach- und Formsteine aus Beton für Dächer und Wandbekleidungen“ sowie das Regelwerk des Deutschen Dachdeckerhandwerks, herausgegeben vom ZVDH.

 

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Synonyme: Betondachsteine, Betondachpfannen, Betondachpfanne

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