Begriff Definition
Trasszement

Zement ist das am häufigsten hergestellte Baumaterial und am häufigsten verwendete Bindematerial in der Welt. Trasszement ist ein spezielles Gemisch von Zement. Um genauer zu sein, handelt es sich um Portlandzement und Trass. Trass ist ein vulkanisches Gestein, welches nur in der Rhein / Eifel Region zu finden ist. Er gehört ebenso zu der Gruppe von Hydraulikzementen.

Trasszement ist ein Produkt, welches häufig zum Einsatz kommt, wenn der Zement außergewöhnliche äußere Einflusses ausgesetzt ist, wie zum Beispiel Chemikalien in einem Schwimmbecken oder aggressiven Umweltbedingungen. Es handelt sich um eine mörtelähnliche Zementart, die extrem schnell nach dem Mischen mit Wasser aushärtet. Diese Art von Zement eignet sich besonders gut für Konstruktionen, die ständig mit Wasser in Kontakt kommen, da er wasserundurchlässig ist.

Die mechanischen Eigenschaften von Trasszement werden durch die Silikate vorgegeben. Bestimmte Additive werden für spezielle Eigenschaften benötigt, wie beispielsweise die stark verkürzte Abbinde- und Aushärtezeit, die Verhinderung des Schrumpfens und so weiter.

Das Arbeitsprinzip von hydraulischem Trasszement basiert auf dem Hydratationsprozess. Das bedeutet das dieser Zement aushärtet, wenn Wasser hinzugefügt wird. Bestimmte Substanzen, die in hydraulischem Zement enthalten sind, lösen aufgrund der Anwendung von Wasser Reaktionen aus, wodurch die Mischung bei verkürzter Aushärtezeit sehr schnell abbindet und aushärtet. Die Eigenschaften dieser chemischen Produkte verleiht Trasszement seine Unempfindlichkeit gegen Wasserschäden und weitere chemische Angriffe.

Trasszement eignet sich hervorragend für Projekte, die eine schnelle Abbindung und weniger Aushärtezeit erfordern. Es gibt jedoch nur ein sehr kurzes Zeitfenster, um damit zu arbeiten, bevor er aushärtet. Daher wird empfohlen, Trasszement nur für Projekte zu verwenden, die in 10 bis 15 Minuten mit einer moderaten Menge Zementmischung durchgeführt werden können.

Trasszement schrumpft nicht wie normaler Zement, und einige Mischungen dehnen sich sogar beim Aushärten aus. Er ist besonders nützlich zum Abdichten von Betonlecks und anderen Reparaturarbeiten. Das Versiegeln von Rissen mit Trasszement hält viele Jahre.

 

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Traufe

Die Dachtraufe ist die längsseitige Tropfkante am Dach eines Gebäudes. Unterhalb der Traufe ist bei den meisten Häusern eine Dachrinne befestigt, die das Regen- oder Schmelzwasser zu einem sogenannten Regenfallrohr führt, durch das es in die Kanalisation, in eine Regentonne oder in den Boden abgeleitet wird. Oberhalb der Traufe befindet sich der Dachfirst, seitlich der Ortgang, Grat und Kehle.

Grundsätzlich lässt sich die Dachtraufe als die Tropfgrenze des Daches definieren. Sie bildet den Abschluss einer jeden Dachfläche und reicht von einem Ortgang zum anderen. Darum findet sich die Traufe je nach Bauart des Daches meistens an allen vier Hausseiten.

Den Schnittpunkt zwischen der Fassade und der Dachhaut bildet der Traufpunkt. Baurechtlich betrachtet ist der Traufpunkt von großer Bedeutung. Meistens wird diese Höhe als eine maximale Höhe definiert, die als Höchstgrenze erreicht werden darf. Aus diesem Grund ist der Traufpunkt eine wichtige Größe im Bauplan.

Auch der Traufüberhang kann begrenzt sein. An den Grenzen des eigenen Grundstücks müssen Bauherren darauf achten, die Forderungen des Traufrechts zu beachten. Das Traufrecht beinhaltet unter welchen Voraussetzungen das Wasser außerhalb der eigenen Grundstücksgrenzen abtropfen darf. Folgende Situationen werden hierfür berücksichtigt:

  • Grünflächen, öffentlichen Gewässern, Grünanlagen
  • öffentliche Gehwege, Straßen, Parkanlagen
  • Nachbargrundstücke

Beim Verbau einer Traufe ist die DIN 4108-3 der Energieeinsparverordnung (EnEV) zu beachten. Der geforderte freie Lüftungsquerschnitt der Dachtraufe beträgt zwei Prozent der zugehörigen Dachfläche. Ein Hausdach sollte demnach mindestens 200 cm2 Trauffläche besitzen. Für eine ausreichende Belüftung des Dachstuhls sorgen Lüftungskämme- und bleche. Außerdem verhindern sie das Eindringen von Kleintieren, wie beispielsweise Mäusen und Mardern.

 

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Synonyme - Dachtraufe
Trittschall

Schall bewegt sich auf unterschiedliche Weise durch ein Gebäude, sowohl durch Luftschall als auch durch Körperschall. Eine Form von Körperschall ist der Trittschall. Er tritt auf, wenn ein Körper auf ein anderes Objekt trifft, wodurch Geräusche erzeugt werden, die sich durch ein Gebäude bewegen. Ein häufiges Beispiel für Trittschall sind Schritte. Sie erzeugen Geräusche, die durch den Boden übertragen werden. Das wirkt sich nicht nur auf die darunter liegenden, sondern auch auf die beidseitigen Räume aus, da sich der Schall infolge der Vibration durch den Aufprall ausbreitet. Der Trittschall ist normalerweise stärker, wenn er sich durch einen Boden bewegt und verringert sich langsam. Seine Vibrationen durch bewirken auch, dass der Schall durch Decken und Wände gelangt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Trittschall in Gebäuden zu reduzieren. So sorgen weiche Fußboden für eine Reduktion der Vibrationen. Zudem sind Unterlagen aus Gummi, Glasfaser oder Schaumstoff sehr effektiv, wenn es darum geht, Trittschall zu reduzieren. Diese absorbieren die beim Aufprall erzeugte Energie und minimieren dadurch die Schallübertragung und -ausbreitung. Bei einem Neubau ist es wichtig, dass bereits im Rahmen der Bauplanung Maßnahmen ergriffen werden, um den Trittschall so gering wie möglich zu halten. Natürlich sind viele Trittschallgeräusche auf alltägliche Ereignisse zurückzuführen, und es ist unvermeidlich, dass sie auftreten. Jedoch können Gebäude so gebaut werden, dass der Trittschall größtenteils vermieden werden kann.

 

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Türbeschlag

Ganz einfach ausgedrückt ist ein Türbeschlag der Teil am Türblatt, mit dem eine Tür zu öffnen oder schließen ist. Weitere Bezeichnungen dafür sind Türdrückergarnitur oder auch Drückergarnitur. Zu einem Türbeschlag gehört ein Schließzylinder mit einem Hebelgriff, mit dem Türen mit einer natürlichen Handbewegung nach unten zu öffnen sind.

Die Türgriffe unterscheiden sich in ihrer Funktion:

  • Türklinke
    Die Schloßfalle wird durch drücken dieser in Bewegung gesetzt.

  • Türknauf oder Stoßgriff
    Hier muss zum Öffnen der Tür die Schloßfalle mit einem Schlüssel geöffnet werden.

Drückergarnituren sind in unterschiedlichen Designstilen erhältlich und können hauptsächlich in zwei Kategorien unterschieden werden:

  • Türbeschläge für Innentüren
    Man teilt die Innentürbeschläge je nach ihrer Beanspruchung in verschiedene Klassen ein. Für Zimmertüren wird zudem zwischen der Rosettengarnitur und der Langschildgarnitur unterschieden. Innentürbeschläge für Bad und Toilette haben einen Verriegelungsmechanismus, der von innen bedient werden kann.

  •  Türbeschläge für Außentüren
    Bei Außentüren geht es um die Frage der Sicherheit, deshalb wird bei den Drückergarnituren zwischen Beschlägen für den Haustüreinsatz und den einfachen Einsatz als Außentür z. B. für Gartenhäuser unterschieden. Die Beschläge für Haustüren müssen ein Aufbrechen und Vordringen bis zum Schließzylinder verhindern oder zumindest erschweren.

 

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Synonyme - Türdrückergarnitur,Drückergarnitur

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