Begriff Definition
Holzpellets

Wer sich für eine Pelletheizung entschieden hat, der braucht natürlich auch Pellets. Doch hier gibt es viele verschiedene Arten – Holzpellets, Torfpellets, Strohpellets und Restwertpellets. Da für Pelletheizungen meist die Holzpellets genutzt werden, möchten wir uns diese mal genauer ansehen.

Holzpellets sind stäbchenförmige Pellets, die meist einen Durchmesser von weniger als 25mm haben. Sie werden aus Holzresten, das heißt Resthölzern, Hobelrückständen oder Sägespänen, von holzverarbeitenden Firmen und Sägewerken hergestellt. Unter hohem Druck werden die Sägespäne durch Pressen zu Pellets geformt. Es werden keine chemischen Bindemittel benötigt. Für die Herstellung von etwa 1 Tonne Holzpellets werden ca. 6 bis 8 m³ Späne benötigt. Nur durch gutes Rohmaterial ist es möglich hohe Qualitätsstufen zu ermöglichen.

Die zu verwendenden Rohstoffe werden als erstes zerkleinert und getrocknet. Hierdurch ist es möglich einen besseren Heizwert und gleichzeitig eine gleichbleibende Qualität zu erreichen. Als nächster Schritt wird alles zerkleinert und zum Abschluß unter sehr hohem Druck durch Matrizen gedrückt und verdichtet. Dadurch entstehen die bekannten zylindrischen Stäbchen. Durch die im Holz enthaltenden Harze und Lignine, die durch die Restfeuchte des Holzes und die bei der Pelletierung entstehende Wärme zu einem natürlichen Klebstoff werden, werden keine zusätzlichen Bindemittel benötigt.

Holzpellets werden zur Industriellen und zur nichtindustriellen Verwendung angeboten und in 5 Größenklassen und 2 Wassergehaltsklassen unterteilt. Pellets, die in Pelletheizungen verwendet werden sollen, sollten die Qualitätsstufe A1 haben. Diese werden aus chemisch unbehandelten Holzrückständen oder erntefrischem Holz hergestellt und haben einen geringen Asche- und Stickstoffgehalt. Eine Tonne dieser Pellets entspricht einem Energiewert von 500 Litern Heizöl. Auch Pellets der Güteklasse A2 sind für Pelletheizungen geeignet, diese haben aber auf Grund einer höheren Toleranz gegenüber dem Aschegehalt einen niedrigeren Heizwert.

 

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Synonyme - Pellets
Holzrahmenkonstruktion

Die Holzrahmenkonstruktion ist eine der am weitesten verbreiteten Methoden zum Bau von Wohn-, Gewerbe- und Industriegebäuden. Holzrahmen sind nicht nur sehr kosteneffizient zu bauen, sondern auch extrem energieeffizient und bieten den Bewohnern ein hohes Maß an Komfort. Darüber hinaus sind Holzrahmen nachhaltig, absorbieren Kohlenstoff und sind treibhausgasreduzierend. Holzrahmen können verwendet werden, um verschiedene Gebäudestile zu konstruieren, wobei die architektonischen Möglichkeiten nahezu uneingeschränkt sind. Holz ist eines der vielfältigsten natürlichen Baumaterialien. Holzrahmen sind vergleichsweise leicht und daher werden keine schweren Maschinen für den Montageprozess benötigt, was zum wirtschaftlichen Aspekt des Bauens beiträgt.

Für die Verwendung einer Holzrahmenkonstruktion muss zuerst ein geeignetes Fundament gegossen werden, um die Last des Holzrahmens zu halten. Nach der Grundsteinlegung beginnt der Bau des Holzrahmens. Es gibt verschiedene Arten von Techniken, die für die Konstruktion von Holzrahmen angewendet werden können. Man unterscheidet zwischen den folgenden Holzrahmenkonstruktionen:

  • Massivholzkonstruktion
  • Holzrahmen- und Holztafelbau
  • Holzblockbau
  • Ständer- oder Skelettbau
  • Fachwerkkonstruktion

Ständer oder Skelettrahmen Konstruktionsmethode

Bei der Ständer oder Skelettrahmen Konstruktionsmethode werden Dachbinder, Bodenbinder und Metallanker verwendet, um stabile Holzrahmen zu bauen. Die gesamte Konstruktion besteht aus Stützen und Trägern und ist eine Weiterentwicklung des traditionellen Fachwerkbaus. Hervorragende Vorteile von Fachwerkrahmen sind die erhebliche Stabilität, die Flexibilität in der Gestaltung und ein größerer Abstand der Dach- und Bodenstützelemente.

Massivholzkonstruktion und Holztafelbau

Die Massivholzkonstruktion und der Holztafelbau sind sich sehr ähnlich und beides eine typische Bauart von Fertighäusern. Beide Methoden bieten eine flexible Fassadengestaltung, wie auch eine individuelle Innenwandgestaltung. Andere Vorteile sind, eine schnellere Baufertigstellung durch vorgefertigte Bauteile und keine Trocknungszeiten.

Bei der Errichtung einer Holzrahmenkonstruktion sollte darauf geachtet werden, das dieses in einer warmen und trocknen Jahreszeit geschieht, da Feuchtigkeit den Schimmelprozess anregen kann.

Ausführliche Informationen über diese Bauweise finden Sie hier: hausbauberater.de/bauweisen/holzrahmenbau.

 

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Synonyme - Holzrahmenbau,Holzrahmenbauweise
Holzschädlinge

Eine Vielzahl von Insekten kann Holz beschädigen. Einige von ihnen essen das Holz tatsächlich, während andere es zerstören, wenn sie sich in das Holz graben, um Nester zu bauen. Kleine Löcher oder Sägemehl auf der Holzoberfläche kann auf Holzschädlinge hinweisen. In einigen Fällen sind die Schäden jedoch nicht mit bloßem Auge nicht.

Holzschädlinge unterscheidet man zwischen Frischholz- und Trockenholzschädlingen. Frischholzschädlinge ernähren sich von frischem Holz, wie Bäumen oder frisch gefälltem Holz. Trockenholzschädlinge sind Insekten, die überwiegend totes Holz bevorzugen. Sie fressen auch Bau- und Werkholz und werden oft in Dachkonstruktionen und Fachwerkhäusern gefunden.

Es wird zwischen fünf wesentlichen Familien der Holzschädlinge unterschieden:

  • Bockkäferarten (Cerambycidae)
  • Nagekäferarten (Anobiidae)
  • Splintholzkäferarten (Lyctidae)
  • Bohrkäfer (Bostrychidae)
  • Termiten (Isoptera)

Holzbohrer sind eine Gruppe von Insekten, die Bäume, Eicheln und Nüsse fressen. Diese Insekten erzeugen Löcher in Holz, wenn sie als Larven austreten, beschädigen das Holz jedoch nicht strukturell. Häufige Arten von holzbohrenden Insekten sind die Bockkäfer, wie der Große Eichenbock oder der Mulmbock, der Gekämmte Nagekäfer, der Braune Splintholzkäfer oder der Kapuzinerkäfer. Das Aussehen und die Größe variieren je nach Art. Einige Holzbohrer, wie der Borkenkäfer, sind winzig, während andere bis zu mehrere Zentimeter groß sein können. Holzbohrer kommen häufig in Brennholz, Blockhäusern oder Bauholz vor.

Termiten sind geflügelte Insekten, die auf der Zellulose im Holz leben und beim Durchkauen eine Reihe von Tunneln im Holz bilden. Auf der Oberfläche sieht das Holz perfekt aus, aber es bröckelt, wenn es mit einem Schraubenzieher oder einem anderen Werkzeug gestoßen wird. Termiten kommen in Deutschland nicht häufig vor.

Siehe auch: Holzwurm und Hausbockkäfer wirksam bekämpfen

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Synonyme - Hausbock, Holzwurm,Holzbohrer,Hausschwamm, Kellerschwamm, Porenschwamm
Holzschindeln

Holzschindeln sind eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Dachschindelmaterialien, können aber auch für Wandverkleidungen verwendet werden. Holzschindeln verleihen einem Zuhause nicht nur ein einzigartiges traditionelles Aussehen, sondern bieten eine Reihe von Vorteilen. Holzschindeln haben einen der niedrigsten CO2-Fußabdrücke aller Bauprodukte, da sie aus nachhaltigen Quellen stammen. Es handelt sich dabei um ein Nebenprodukt, da sie aus Abfällen aus Sägemühlen hergestellt werden. Das bedeutet, dass nur sehr wenig zusätzliche Energie für die Herstellung von Dachschindeln aus Holz benötigt wird.

Bei der Dachbedeckung unterscheidet man zwischen gesägten oder gespaltenen Schindeln. Sie besitzen die gleiche Länge, sind aber unterschiedlich breit. Ein weiterer Unterschied ist der Schindelfuß, dieser kann entweder stumpf oder mit einer 45 Grad Abschrägung versehen sein. Holzschindeln werden seit Jahrhunderten im Hausbau verwendet. Aus Rotzeder, Lärche, Alaskazeder und Eiche werden Holzschindeln hauptsächlich hergestellt. Zeder gilt als das beliebteste Holz für Schindeln, aber auch die Kiefer ist beliebt. Holzschindeln können mit Flammschutzmitteln und chemischen Konservierungsmitteln behandelt sein sowie gegen Pilzbefall und mechanische Abnutzung geschützt werden. Die Dachdeckung sollte mindestens dreilagig erfolgen, sodass nur circa ein Drittel der Schindeln der tatsächlichen Witterung ausgesetzt sind.

Wenn ein Haus im traditionellen oder historischen Stil gebaut werden soll, erhöhen Holzschindel die Ästhetik und schaffen ein natürlicheres Aussehen, das sich über die Jahre in ein schönes Silbergrau verwandelt. Aufgrund von Brandrisiken hatte die Beliebtheit von Zedernholzdächern abgenommen, aber neuere Zedernschindeln werden heutzutage mit feuerhemmenden Mitteln behandelt, was sie zu einer sichereren Option macht.

 

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Synonyme - Zedernschindeln, Zedernholzdach
Holzschutz

Der Begriff beinhaltet alle Maßnamen, die dem Schutz von Holzbauteilen vor schädlichen Einflüssen dienen. Das sind Schutz vor

  • Einflüssen durch Feuchtigkeit,
  • Vorbeugung vor den Befall durch Pilze, Mikroorganismen und Insekten
  • UV-Strahlung.

Unterschieden wird zwischen dem natürlichem, konstruktivem, chemischem und physikalischem Holzschutz. Der Begriff “Holzschutz” beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Mittel und Verfahren zum Holzschutz. Zudem ist für alle tragenden Holzkonstruktionen ein entsprechender Holzschutz gesetzlich vorgeschrieben.

Wofür wird Holzschutz angewendet?

  • Schutz vor Feuchte und Sonnenstrahlen (UV), dadurch wird der natürliche Holzabbau verhindert
  • Dem Befall von Insekten und Pilzen vorbeugen und/ oder diesen bekämpfen
  • Absorptionsverhalten verändern
  • Optimierung des Verhaltens im Falle eines Brandes
  • Erhöhung des mechanischen Widerstands

Natürlicher Holzschutz

Dazu zählt die natürliche Holzstruktur sowie die im Holz enthaltenen Stoffe. Je nach Holzart dienen diese beiden Faktoren dazu, das Holz direkt oder indirekt vor dem Befall von Insekten und Pilzen zu schützen. Das Imprägnieren des Holzes mit Pflanzenölen und die Naturharzbehandlung gehören ebenfalls zum natürlichen Holzschutz. Die natürliche Dauerhaftigkeit der verschiedenen Hölzer wird in Dauerhaftigkeitsklassen nach DIN EN 350-2 eingeteilt.

Konstruktiver Holzschutz

Mit dieser Art des Holzschutzes wird der Schutz vor Regenwasser, Staunässe, UV-Strahlung und Tauwasser bezeichnet. Die baulichen Maßnahmen nach der Norm DIN 68800-2 stellen zudem sicher, dass der Holzschutz gegen die genannten Faktoren gewährleistet ist.

Chemischer Holzschutz

Chemische Holzschutzmittel werden verwendet, um holzzerstörende oder holzverfärbende Schadorganismen auf biologischem oder chemischem Wege zu bekämpfen. Sie werden auch oft in Kombination mit anderen Varianten des Holzschutzes angewendet. Das Holz wird entsprechend auf seiner Oberfläche behandelt oder als Ganzes in der Flüssigkeit durchtränkt.

Physikalischer Holzschutz

Vorrangig soll damit bestmöglich das Eindringen von Feuchte in das Holz unterbunden werden, was sonst der Befall von Insekten und Pilzen nach sich ziehen kann. Auch der Schutz vor der Schädigung durch UV-Strahlung und Witterung kann ein physikalischer Holzschutz gewährleisten.

 

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Holzskelettbauweise

Die Holzskelettbauweise ist eine Weiterentwicklung des Fachwerkhauses und besteht aus einer Konstruktion aus Holz als Traggerüst für das Gebäude. Dazu wird eine Konstruktion aus senkrechten Stützen und Querriegeln errichtet, die durch verschiedene Maßnahmen ausgesteift wird. Anders als beim Holzrahmenbau sind die raumabschließenden Wände von der Konstruktion komplett getrennt.

Konstruktive Details der Holzskelettbauweise

Die statische Basis dieser Bauweise bildet das hölzerne Skelett sowie eine Kombination aus horizontaler und vertikaler Aussteifung. In der Horizontale gewährleisten folgende Bauteile die Stabilität der Ebene:

  • diagonal angeordnete Stahlkreuze
  • Windrispenbänder
  • Holzwerkstoffplatten

Die vertikale Stabilität wird durch folgende konstruktive Maßnahmen erreicht:

  • diagonal angeordnete Kreuze aus Massivholz oder Stahl
  • Holzwerkstoffplatten
  • Massive Bauteile wie Aufzugsschächte oder Treppenhäuser

Während in den Anfangszeiten die abschließenden Wandelemente wie beim klassischen Fachwerkbau zwischen den Stützen und Riegeln eingebaut wurde, wird die komplette Fassade inklusive Verglasung heute zugunsten einer optimierten Dichtheit vor das Holzskelett gestellt. Dies sorgt für eine deutliche Reduktion der Anschlussfugen, gleichzeitig wird das hölzerne Traggerüst vor Witterungseinflüssen geschützt.

Rastermaße in der Holzskelettbauweise

Für eine wirtschaftliche Realisierung und größtmögliche Gestaltungsfreiheit wird für das Holzskelett ein Raster festgelegt. Die Rastergröße wird abhängig von Nutzungsbedingungen und gewünschten Raumgrößen, der Gebäudegröße, den gewünschten Spannweiten und den Standardmaßen von Bauteilen wie Decke-, Boden- und Dachelementen gewählt.

Vorteile des Holzskelettbaus

Der Skelettbau ermöglicht durch die Trennung von Tragwerk und Wänden einen umfangreichen Gestaltungsspielraum. Durch den Einsatz geeigneter Materialien wie Brettschichtholz und robuster Stahlverbindungen  lassen sich große Spannweiten bis 8 m erreichen, die Wände können unabhängig vom Holzskelett frei gesetzt werden. Durch die Rasterbauweise kann bei der Holzskelettbauweise ein hoher Vorfertigungsgrad erreicht werden. Sie eignet sich deshalb auch für den industriellen Fertigbau.

Einsatzbereiche der Holzskelettbauweise

Eingesetzt wird die Holzskelettweise im Hallenbau, in der Geschossbauweise oder auch für Aufstockungen auf vorhandene Hallen oder Verwaltungsgebäude. Auch Schulen oder andere öffentliche Gebäude lassen sich mit dieser Bauweise gut umsetzen. Im Einfamilienhausbau eignet sich die Holzskelettbauweise besonders dann, wenn große Fensterflächen wirtschaftlich umgesetzt werden sollen.

Siehe auch: hausbauberater.de/bauweisen/fertighaus/skelettbau

 

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Holzwolle

Bei Holzwolle handelt es sich um einen multifunktionalen, meist auf industriellem Wege hergestellten Holzwerkstoff, der durch mechanische Verfahren produziert wird. Dabei entstehen größtenteils splitterfreie Holzwollfäden, die bis zu 50 cm lang, elastisch, naturbelassen und nahezu staubfrei sind. Hauptsächlich werden für die Herstellung von Holzwolle luftgetrocknete Laub- und Nadelhölzer ohne ihre Rinde verwendet. Der Beginn der Herstellung von Holzwolle reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück.

In der heutigen Zeit versucht man sich die unterschiedlichen Eigenschaften der verschiedenen Hölzer bestmöglichst zunutze zu machen. Es wird mit der modernen Holzwolletechnologie der optimale Mix aus den diversen Baumarten zusammengestellt, um den Anforderungen des gewünschten Verwendungszwecks weitestgehend nachzukommen. Für den Laien kaum sichtbar, unterscheiden sich die verschiedenen Zusammenstellungen bei Holzwolle hinsichtlich der Länge, Breite und Dicke der einzelnen Fäden.

Genutzt wird die Holzwolle der höchsten Qualitätsklasse unter anderen als Dämm- und Füllstoff oder auch als Isoliermaterial, als Filtermaterial und als Stopf- und Polstermaterial. Auch im Bereich der Tierhygiene sowie bei der Verpackung und dem Transport von empfindlichen Produkten und Lebensmittel kann Holzwolle verwendet werden.

Beim Hausbau wird Holzwolle in Form von „Holzwolleplatten“ beziehungsweise Holzwolle-Leichtbauplatten (HWL) verwendet. Diese Platten entstehen, wenn Holzwolle mit einem Verbundstoff wie Magnesit (Magnesiumcarbonat) gebunden und konserviert wird. Holzwolleplatten werden als Dämmstoff zur Wärme- und Schalldämmung in Wand und Decke verwendet. Sie sind aus ökologischer Sicht empfehlenswert, da sie keine künstlichen Bindemittel oder Schadstoffe enthalten. Die Herstellung der Holzwolle-Leichtbauplatten erfolgt gemäß der Norm DIN EN 13168.

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Homogenbereiche

Im Jahre 2015 wurden die im Gesetz verarbeiteten Bodenklassen abgeschafft und durch die Homogenbereiche ersetzt. Ein Homogenbereich kann aus einzelnen oder auch mehreren Fels- und Bodenschichten bestehen. Diese befinden sich in einem begrenzten Bereich. Er muss hinsichtlich der unterschiedlichen Erdbaugeräte verschiedene Eigenschaften aufweisen, die unter einer DIN gekennzeichnet sind. Das bedeutet, dass der Homogenbereich Boden- und Felsbereiche zusammenfasst, die gewerksspezifisch die gleichen Eigenschaften beim Bearbeiten durch beispielsweise Bohren oder Lösen, besitzen.

Die jeweiligen Geltungsbereiche der Homogenbereiche sind in bestimmten Normen vermerkt:

  • ATV DIN 18300 – gilt für Erdarbeiten
  • ATV DIN 18300 – gilt nicht mehr wie zuvor für Oberboden- und Rodungsarbeiten
  • ATV DIN 18301 – gilt für Bohrungen jeglicher Art, Neigung und Tiefe
  • ATV DIN 18320 – gilt für das Lösen und Laden vom Oberboden / Landschaftsbauarbeiten

Gemäß DIN sind Homogenbereiche nicht mit festgelegten Bezeichnungen gekennzeichnet. Es obliegt hierbei dem Gutachter diese zu benennen. Sehr oft kommen diese mit Bezeichnungen wie A1, A2.... oder B1, C1, C2.... daher und können verwirrend wirken, da sie keinem Gewerk zugeordnet sind. Daher wird empfohlen, die Homogenbereiche als Erstes mit dem Gewerk, wie zum Beispiel EA für Erdarbeiten, abzukürzen und dann fortlaufend zu nummerieren.

Folgende Terminologien werden hierfür empfohlen:

  • DIN 18300 Erdarbeiten – EA
  • DIN 18301 Bohrarbeiten – BA
  • DIN 18304 Ramm, Rüffel- und Pressarbeiten – RA
  • DIN 18311 Nassbaggerarbeiten – NA
  • DIN 18312 Unterlagebauarbeiten – UA
  • DIN 18313 Schlitzwandarbeiten – SA
  • DIN 18319 Rohrvortriebsarbeiten – RVA
  • DIN 18320 Landschaftsbauarbeiten – LA
  • DIN 18321 Düsenstrahlarbeiten – DA
  • DIN 18324 Horizontalspülbohrarbeiten – HBA

Für eine Zuordnung der Homogenbereiche sind bis zu 19 Kennwerte für Lockergesteine und 13 für Festgesteine anzugeben. Auch die jeweiligen Spann- und Bandbreiten müssen vermerkt werden. Umweltrelevanten Inhaltsstoffe, jeglicher Schichten müssen bei der Einteilung berücksichtigt werden.

Die Klassifizierung des Bodens, auf dem ein Haus entstehen soll ist sehr zeitaufwendig und deshalb auch kostenintensiv.

Jedoch bietet sie erhebliche Vorteile für Bauherren. Baugutachter untersuchen nämlich nicht nur den Baugrund eines Grundstücks, sie begutachten ebenso die vorhandenen Gewerke des Bodens, sodass eine genauere Bodenanalyse ermöglicht wird. Am Ende seiner Untersuchung fasst der Baugutachter, in einem Geotechnischen Bericht gemäß DIN 4020, die Ergebnisse zusammen. Jedoch müssen ihm vor der Analyse alle notwendigen Bauinformationen zur Einsicht offengelegt werden. Auch eine perfekte Zusammenarbeit zwischen dem Baugutachter und dem Objektplaner muss hierbei stattfinden.
Fällt die durchgeführte Bauanalyse der Homogenbereiche positiv aus, können Bauherren sicher sein, dass das geplante Eigenheim auf sicherem Boden gebaut werden kann, was zu bedeuten hat, dass die Stabilität der Immobilie gewährleistet ist.

 

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Synonyme - VOB/C, DIN 18300, DIN 18324,Homogenbereich
Hortenkachel

Die Hortenkachel wurde nach ihrem ersten Einsatz als Fassadenverkleidung, dem Kaufhaus Horten, benannt. Anfänglich wurde diese spezielle Kachel aus Keramik hergestellt, später kamen Produkte aus Aluminium zum Einsatz. Die mit der Hortenkachel realisierten Fassaden wurden bis Ende der 1970er Jahre verwendet. Entwickelt wurde die Kachel vom deutschen Architekten Helmut Rhode.

Grundmaße und Form

Die Hortenkachel besitzt ein Grundmaß von 50 x 50 cm und eine Tiefe zwischen 15 und 20 cm. In der Form entspricht sie einem stilisierten „H“. In der Gesamtheit entsteht der Eindruck einer ornamentalen oder Wabenfassade, die charakteristisch für die in den 1960er und 70er Jahren errichteten Gebäude für Hortenkaufhäuser ist und somit einen wichtigen Aspekt der Corporate Identity des Unternehmens darstellte.

Kritik an der Hortenkachel

Im Laufe der Zeit wehrten sich die Städte, in denen die Gebäude mit dieser Fassadenform realisiert werden sollten, zunehmend gegen die Gestaltung. Grund dafür war der gewollt fremdartige Eindruck, der weder auf den städtebaulichen Kontext noch auf die innere Gliederung und den Maßstab der Gebäude einging. Auf der anderen Seite war die Hortenkachel ausgesprochen beliebt, da sie sich flexibel an alle Gebäudeformen und -größen anpassen ließ und durch die fehlende Fassadengliederung auch Um- und Anbauten problemlos möglich waren.

 

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Hüllfläche

Als Hüllfläche bezeichnet man das komplett beheizte Gebäudevolumen eines Hauses. Sie bildet dabei die Grenze zwischen einem beheizten Innenraum und nicht beheizten Räumen sowie dem Erdreich. Die Hüllfläche besteht normalerweise aus den Außenwänden eines Hauses; mit inbegriffen sind Fenster, Türen, Decken und Dach. Diese Gebäudeteile sollten eine sehr gute Dämmung vorweisen können, um ein Ausdringen der Wärme zu verhindern.

Die Berechnung der Hüllfläche wird trotz der Zurückziehung durch das Deutsche Institut der Normung, immer noch nach der DIN EN 13829 Norm durchgeführt. Hierbei werden die Gesamtfläche aller Böden, Wände und Decken, die das zu messende Volumen umschließen, gemessen. Wände und Böden, die sich unterhalb des Erdniveaus befinden, müssen ebenfalls in die Berechnung der Hüllfläche eines Gebäudes mit einfließen. Sollen nur einzelne Gebäudeteile gemessen werden, gehören auch Böden, Decken und Wände von angrenzenden Gebäudeteilen zur Hüllfläche dazu.

WICHTIG:
Die Hüllfläche nach DIN EN 13829 ist jedoch nicht zu verwechseln mit der Wärmeübertragenden Umfassungsfläche, auf die sich die Energieeinsparverordnung (EnEV) beruft. Um diese zu berechnen, müssen die Außenmaße berechnet werden. Deshalb ist es von großer Wichtigkeit, dass sogenannte Messdienstleister die Angaben, die vom Auftraggeber angegeben wurden, unbedingt nochmals geprüft werden.

 

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