Begriff Definition
Begrenzungslinie

Eine Begrenzungslinie ist eine Linie, die einen Bereich von einem Grundstück mit einem anderen trennt. Sie kann auch als Grenze bezeichnet werden und definiert die Ausdehnung eines oder mehrerer Bereiche, die benachbart oder in unmittelbarer Nähe sind. Es handelt sich um eine unsichtbare Linie, die das Land einer Person vom Land einer anderen Person abtrennt oder teilt. Dies schließt weder die Dicke noch die Breite ein und diese Linie fällt normalerweise irgendwo in oder entlang der physikalischen Grenze. Die physische Grenze kann ein Merkmal wie eine Mauer, ein Zaun oder eine Hecke sein. Sie wird umgangssprachlich auch Grundstücksgrenze genannt.

Eigentumsurkunden und Grundbucheintragungen zeigen in der Regel genau, wo sich Grenzen befinden. Manchmal enthalten gesonderte Vereinbarungen Angaben über das Eigentum auf der Grenze oder die Verantwortung für die Begrenzungslinien.

Grundstücksgrenzen sind häufig Gegenstand von Streitigkeiten. Manchmal muss die Begrenzungslinie neu festgelegt werden. Diese Anfragen werden vom Eigentümer aus mehreren Gründen angefordert. Oft ist es wichtig, die Grundstücksgrenze genau zu lokalisieren, bevor ein neues Gebäude hinzugefügt wird, zum Beispiel eine Garage oder neues Haus. In einigen Fällen muss die Grenze vor dem Aufstellen eines Zauns lokalisiert werden, um sicherzustellen, dass der Zaun an der richtigen Stelle angebracht ist.

Zu beachten ist, dass eine Genehmigung von der Baubehörde notwendig ist, wenn in der Nähe oder sogar auf der Begrenzungslinie gebaut werden soll. Das wird auch als Grenzbebauung bezeichnet.

 

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Bekiesung

Unter Bekiesung versteht man das Aufbringen von Kies als Gartenbeet- bzw. Gartenwegdekoration oder auf dem Flachdach.

Kies auf Flachdächern dienen als Ballast Material. Sie verhindern, dass sich die Dachpappe löst. Außerdem dient es als UV-Schutz und Dämmschicht gegen Wärme und Kälte. Der Kies selbst sorgt für einen guten Feuchtigkeit Abtransport. Wenn um das Flachdach allerdings viel Laubgehölz steht, ist es wichtig dafür zu sorgen, dass das bekieste Flachdach von herabfallenden Blättern sauber gehalten wird. Ansonsten kann es zu einem Feuchtigkeitsschaden kommen, da die Blätter das Wasser auf dem Dach halten. Bei der Planung ist es wichtig, dass das zusätzliche Gewicht mit berechnet wird. Es sollte runder Kies ohne scharfe Ecken gewählt werden, damit beim Betreten des Daches die Dachpappe nicht beschädigt wird.

Bei der Bekiesung von Gartenwegen oder Gartenbeeten sollte auch auf die Form des Kieses geachtet werden. Für Wege ist runder Kies sinnvoller, da dieser auch barfuß betreten werden kann. Für die Gartenbeete eignet sich Splitt ebenso wie Kies. Wenn die bekieste Fläche mit Stühlen und Tischen genutzt werden soll, dann sollte eine kleinere Körnung gewählt werden. Die Farbe spielt auch eine Rolle. Dunklere Farben heizen sich schneller auf, bei helleren Farben werden Verunreinigungen schneller sichtbar.

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Beleihungswert

Der Beleihungswert dient als Grundlage für eine Darlehensgröße der Kreditinstitute und spielt eine wichtige Rolle bei der Immobilienfinanzierung. Er bezeichnet die Summe, die eine Bank im Falle eines Verkaufs oder einer Versteigerung erhalten würde, wenn der Kreditnehmer eine Darlehensrückzahlung nicht mehr bedienen kann. Banken sind verpflichtet, sich bei der Berechnung des Beleihungswertes an die Vorgaben der Beleihungswertermittlungsverordnung (BelWertV) zu orientieren. Hierfür müssen der Bank diverse Unterlagen zur Verfügung gestellt werden, wie zum Beispiel:

  • Baupläne
  • Grundbuchauszüge
  • Kaufvertrag/ Bauvertrag
  • Versicherungsauszüge und Einkommensnachweise

Die Ermittlung des Beleihungswertes durch das Kreditinstitut kann auf unterschiedliche Weise durchgeführt werden. Hierbei wird zwischen dem Sachwertverfahren, dem Vergleichswertverfahren und dem Ertragswertverfahren unterschieden. In seltenen Fällen kann es jedoch dazu kommen, dass von den Banken ein Gutachter hinzugezogen wird und dieser dem Kreditnehmer in Rechnung gestellt wird. Da die Ermittlung des Beleihungswertes zu den gesetzlichen Pflichten des Kreditgebers zählt, sind diese Forderungen, auch Schätzkosten genannt, rechtswidrig.

Da eine Baufinanzierung meistens eine Laufzeit von 30 Jahren hat, wird der Beleihungswert von den Kreditinstituten auch dementsprechend ermittelt. Hierbei ist zu bedenken, dass der Beleihungswert niedriger als der Kaufpreis oder Baupreis einer Immobilie ist und nicht über dem Verkehrswert einer Immobilie liegen darf. Dies ist im § 16 Pfandbriefgesetz (PfandBG) gesetzlich verankert.

Wird zum Beispiel der Verkehrswert einer Immobilie mit 300.000 € berechnet, dann liegt der Beleihungswert bei 240.000 € (80 % des Kaufpreises) und die Summe des Darlehens bei 144.000 € (60 % des Beleihungswertes). Den fehlenden Betrag muss der Kreditnehmer zuzüglich den anfallenden Nebenkosten, wie die Grunderwerbssteuer und die Notarkosten, aus eigener Tasche finanzieren können.

Mittlerweile offerieren einige Banken eine hundertprozentige Finanzierung für den Hausbau oder Immobilienkauf, die jedoch nur gegeben wird, wenn der Kreditnehmer weitere Sicherheiten wie zum Beispiel Immobilien vorzuweisen hat.

 

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Belüftungsanlage

Moderne Baukonstruktionen mit ihren häufig dichten Gebäudehüllen verhindern heutzutage in vielen Fällen, das durch das Öffnen eines Fensters ausreichend Luft in den Raum oder ein Gebäude gelangen kann. Auch bei vorhandenen Bauobjekten, wie zum Beispiel einem Altbau, ist dies nach einer durchgeführten Sanierung ein häufig auftretendes Problem. Dazu leiden immer mehr Menschen unter sogenannten Alltagsallergien und wünschen sich eine bessere Raumluft. Das Thema der Raumhygiene ist verstärkt ins Bewusstsein der Menschen gelangt. Eine gute Investition sind daher Belüftungsanlagen, die dafür sorgen, dass eine kontrollierte Belüftung der Räume stattfinden kann. Das verbessert die Luftqualität, verringert Allergien und reduziert gesundheitliche Risiken.

Es wird zwischen verschiedenen Belüftungsanlagen unterschieden:

  • Eine reine Zuluftanlage
  • Eine reine Abluftablage
  • Eine kombinierte Anlage aus Zu-und Abluft

Moderne Belüftungsanlagen überzeugen neben einer guten Luftzirkulation auch mit Besonderheiten hinsichtlich der Energieeinsparung, wie zum Beispiel den Vorteil einer Wärmerückgewinnung. Komfortable Funktionen wie Multizonensteuerungen, einer guten Klimatisierung und sogar eine Feuchtigkeitsrückgewinnung, die besonders in der kalten Jahreszeit einen hohen Wohlfühlfaktor erbringen kann, zeichne Belüftungsanlagen darüber hinaus aus.

Belüftungsanlagen werden in zwei Kategorien unterteilt, und zwar der zentralen und der dezentralen Lüftungsanlage. Der Hauptunterschied dieser beiden Prinzipien liegt im Aufwand beim Einbau und vor allem bei den Investitionskosten. Die zentrale Belüftungsanlage ist weitaus kostenintensiver als eine dezentrale Variante. Eine dezentrale Belüftungsanlage ist meist nur auf einzelne Räume ausgerichtet, während die zentrale Lüftung dank eines speziellen Luftkanalsystems für das ganze Gebäude nutzbar ist.

Immobilieneigentümer haben die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Arten der zentralen oder dezentralen Belüftungsanlage zu wählen.

  • Reine Abluftanlage
  • Zu und Abluftanlage
  • Zu und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung

Beide Belüftungsanlagen können den Energiebrauch im Eigenheim deutlich reduzieren, denn die ausgewogene Zuführung und Abführung der frischen bzw. verbrauchten Luft fördert das Gleichgewicht von Wärme und Feuchtigkeit in der Raumluft. Dies reduziert in der Regel den Verbrauch an Energie für das Heizen in einem Gebäude.

 

Weitere Informationen: Die kontrollierte Wohnraumlüftung

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Synonyme - Belüftungsanlagen, Lüftung, Ventilation, Lüftungsanlage, Abluftanlage, Zuluftanlage
Bemusterung

Die Bemusterung ist Teil der Hausplanung, bei der zusammen mit einem Fachberater alle Details zur Ausstattung des Hauses verbindlich festgelegt werden. Die Bemusterung findet nach Unterzeichnung des Bauvertrages, spätestens vor dem Ende der Rohbauphase, statt.

Was wird bei der Bemusterung festgelegt?

Zusammen mit einem Fachberater legt der Bauherr zum vereinbarten Bemusterungstermin die Hausausstattung im Innen- und Außenbereich fest. Dazu gehören folgende Punkte:

  • Dachziegel und Sonderausstattungen am Dach
  • Material und Farbe für die Fassadengestaltung
  • Fenster und Türen inklusive aller Beschläge
  • Fußbodengestaltung
  • Wandgestaltung
  • Sanitäreinrichtung
  • Elektroinstallation (Ausstattungsstandard)

Idealerweise finden vor dem Termin bereits Überlegungen zur Hausausstattung statt. Bauherrn sollten sich in Ausstellungen, Musterhäusern sowie über Kataloge zu verschiedenen Details der Ausstattung informieren und bereits eine Vorauswahl treffen. Wichtig dabei ist, die Kosten im Überblick zu behalten, damit es nicht zu einer Baukostenüberschreitung kommt.

Das Bemusterungsprotokoll

Alle bei der Bemusterung getroffenen Entscheidungen werden in einem Protokoll festgehalten, dieses wird vom Bauherrn unterschrieben. Vor der Unterzeichnung sollte noch einmal genau geprüft werden, ob alle Angaben dort richtig festgehalten sind. Das Bemusterungsprotokoll wird Teil des Vertrages, kann aber in einem bestimmten Zeitraum noch geändert werden.

Vorbereitung auf die Bemusterung

Zur Vorbereitung des Bauherrn auf die Bemusterung sollten bereits Vorüberlegungen zur gewünschten Ausstattung getroffen werden. Ebenfalls hilfreich ist ein vormöblierter Grundriss, um insbesondere die Entscheidungen zur Elektroinstallation verbindlich treffen zu können.

Kostenfallen bei der Bemusterung

Insbesondere bei Hausanbietern und im Fertighausbau werden Häuser schlüsselfertig angeboten. Dabei ist eine Ausstattung für das Haus meist im Preis mitenthalten. Wünschen Bauherrn höherwertige Elemente, führt dies, vor allem bei der Elektroinstallation, schnell zu hohen Mehrkosten. Um hier nicht in die Falle zu tappen, sollte eine Vorbemusterung stattfinden. Dabei wird vor der Unterzeichnung des Bauvertrages gründlich geprüft, welche Ausstattungsdetails in welcher Qualität im Preis enthalten sind. Während der Bemusterung selbst sollten ebenfalls immer die Kosten im Blick behalten und vorab eine Budget für Mehrkosten festgelegt werden.

Siehe auch: hausbauberater.de/bauwissen/bemusterung

 

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Beplankung

Beplankung ist ein Begriff, der eigentlich aus dem Schiffsbau kommt. Holzschiffe wurden beplankt, was bedeutet, dass Holzplanken auf eine Tragkonstruktion befestigt wurden.

Im Hausbau wird die Beplankung bei Trockenbauwänden, Fußböden, Decken oder Dachschrägen angewendet. Als Material kommen entweder Holzplanken oder Gipskartonplatten zum Einsatz. Die Vorgehensweise ist dabei stets dieselbe. Die Holzplanken oder Gipskartonplatten werden auf eine Tragkonstruktion aufgebracht beziehungsweise verschraubt.

Gerade im Dachausbau ist das Beplanken eine gängige Methode, um die Dämmung des Dachstuhles zu verkleiden. Danach können die Gipskartonplatten, nachdem sie entsprechend vorbereitet wurden, gestrichen oder tapeziert werden und neuer Wohnraum ist entstanden.

Das gleiche Prinzip wird angewendet, wenn Räumlichkeiten neu aufgeteilt werden sollen. Dabei ist darauf zu achten, wie die Gipskartonplatten belastet werden sollen. Bei leichter Belastungen wie Bilder oder Regale für Dekorationen reicht eine einfache Beplankung. Bei mittelschweren Belastungen ist eine doppelte Beplankung notwendig.

Mit einer Deckenbeplankung kann ein höherer Schallschutz erreicht werden. Dabei kommen die Schallschutzplatten in die Tragkonstruktion und werden mit Gipskartonplatten beplankt.

Im Außenbereich findet man die Technik der Beplankung beim Terrassenbau, beispielsweise wenn eine Holzterrasse verlegt wird. Dabei nagelt man die Holzplanken auf die Tragkonstruktion.

Ebenso verwendet man die Beplankung mit Holzplanken beim Bauen eines Gartenhäuschen, wobei man je nach Nutzung der Innenraum mit Gipsplanken ausgebaut werden kann. Dabei kann auch gleich für eine Wärmedämmung gesorgt werden, wenn das Gartenhäuschen nicht nur als Lagerraum dienen soll.

 

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Beschattung

Die Beschattung beim Hausbau ist nicht unwichtig. Sie kann und sollte schon bei der Planung mitberücksichtigt werden. Gerade die Südseite und Westseite muss gegen Sonneneinstrahlung im Sommer beschattet werden. Wenn es Bäume im Garten gibt, dann sollte genau überlegt werden, ob die Bäume nicht eine gute Beschattung ergeben, bevor sie gefällt werden. Bevorzugt zur Beschattung eignen sich Laubbäume, da sie im Winter die Blätter verlieren und dadurch nicht das Licht im Winter nehmen.

Die Auswahl an Beschattungstechniken beim Haus sind vielfältig. Das reicht von der einfachen Gardine bis zum Terrassendach. Für jedes Beschattungsproblem gibt es eine passende Lösung. Bei Fenstern kann beim Einbau auf die richtige Verglasung geachtete werden. Neben der einfachen Verglasung und der Isolierverglasung gibt es auch die Mehrfachisolierverglasung, die effektiver die Hitze abhält.

Für eine nachträgliche Beschattung bei Fenstern bieten sich die klassischen Varianten wie Jalousie oder Plissees an. Daneben gibt es die Rollläden, die für eine Verdunklung von außen sorgen. Bei alten Fenstern lohnt sich auch ein Austausch, am besten im Rahmen einer Modernisierung oder Sanierung.

Für die Beschattung der Terrasse hat sich die Sonnenmarkise beziehungsweise die Hitzeschutz-Markise bewährt. Sie reflektiert die Sonnenstrahlen und ist somit ein effizienter Schutz. Eine weitere Möglichkeit für die Terrassen- und Gartenbeschattung sind die praktischen Sonnensegel. Sie sind robust und lassen sich über 3 oder mehrere Punkte aufspannen. Ein solches Sonnensegel hält bis zu 55 km/h aus und ist flexibel einsetzbar. Eine weitere langlebige Variante ist das Terrassendach, dass fest aufgebaut wird und ebenfalls für Schatten sorgt.

Siehe auch:

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Synonyme - Sonnenschutz
Beschlag

Als Beschlag bezeichnet man Anbauteile, meist aus Metall, zum Zusammenfügen beweglicher Elemente von Fenstern, Türen oder auch Schränken und anderen Möbelstücken. Beschläge gibt es heute in großer Vielfalt, was das Aussehen, aber auch was die Funktionen angeht.

Fensterbeschläge

Die Hauptaufgabe von Fensterbeschlägen besteht darin, ein Fenster dicht und sicher zu verschließen. Dazu zählt zum einen der Fenstergriff, zum anderen umlaufende Beschläge, mit denen das Fenster nicht nur verschlossen wird, sondern die auch je nach Stellung des Fenstergriffs verschiedene Öffnungsvarianten auslösen. Weiterhin gewährleistet dieser Beschlag, dass der Fensterflügel an jeder Stelle gleichmäßig an den Fensterrahmen gedrückt wird. Neben der guten Dichtigkeit sorgt dies dafür, dass das Fenster sich nicht verzieht. Einbruchshemmende Beschläge, wie sie bei modernen Fenstern bereits zum Standard gehören, sind zum Beispiel Sicherheitsschließbleche und Pilzkopfverriegelungen. Die Ausführung der Beschläge bestimmt über den Einbruchsschutz und damit über die jeweilige Widerstandsklasse (RC).

Türbeschläge

Die Beschläge für Türen bestehen aus den Türscharnieren, bzw. Türbändern sowie aus der Drückergarnitur, also der Kombination aus Türklinke und Türschild mit Fassung für das Türschloss. Ebenfalls in diese Kategorie fallen Schutzbeschläge aus massivem Material, mit denen das Türschloss vor Manipulationen und Einbruchversuchen geschützt wird. Während zum Befestigen von Innentüren meistens Scharniere zum Einsatz kommen, verfügen Außentüren für einen guten Einbruchschutz über Einbohr-Türbänder sowie eine Schließanlage mit Mehrfachverriegelung.

Beschläge und Einbruchschutz

Wie gut der Einbruchschutz von Fenstern und Türen ist, hängt von der Art der gewählten Beschläge ab. In der DIN EN 1627 sind verschiedene Widerstandsklassen (RC) definiert. Für Außentüren und Fenster sollte diese Widerstandsklasse mindestens RC 2, bei erhöhtem Sicherheitsbedürfnis besser noch RC 3 betragen.

Beschläge im Möbelbau

Im Bereich von Möbeln gibt es neben Scharnieren und Schlössern noch sogenannte Verbindungsbeschläge, die die einzelnen Bauteile zusammenhalten. Der Vorteil gegenüber geklebten Verbindungen ist, dass sich der Beschlag lösen lässt und die Möbelstücke so auch wieder auseinandergebaut werden können.

 

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Synonyme - Beschläge
Beseitigungsrecht

Jeder Grundstücksbesitzer wünscht sich ein gutes Verhältnis zu seinen Nachbarn. Oft passiert es jedoch, dass aus Kleinigkeiten große Uneinigkeit entsteht und ein Streit eskaliert. Normalerweise sollte man meinen, dass Streitigkeiten mit einem Gespräch aus der Welt geschafft werden können, um den Weg vor das Gericht zu vermeiden. Leider ist das manchmal nicht möglich und es muss auf das Nachbarschaftsrecht zurückgegriffen werden. Mit dem Beseitigungsrecht wird dann in vielen Fällen eine Einigung zwischen den Parteien gefunden. Dies ist jedoch nicht immer der Fall und so landen heutzutage immer mehr Streitigkeiten unter Nachbarn vor Gericht.

Entstehen beispielsweise Unstimmigkeiten zwischen zwei Parteien, um einen Baum, dessen Äste in den Garten des anderen hängen und diese Lappalie kann nicht durch menschlichen Verstand geregelt werden, dann kann es passieren, dass von der anklagenden Partei auf das Beseitigungsrecht zurückgegriffen wird. Es muss nun von einem Gericht über den Ausgang entschieden werden. Beseitigungsrechte können verjähren, was bedeutet, dass eine offene Forderung in der Regel nach § 195 BGB und § 199 BGB nach drei Jahren erlischt.

Das Nachbarschaftsrecht schreibt jedem Grundeigentümer vor, sein Eigentum in einem Sinne zu nutzen, ohne dass dabei übermäßige Auswirkungen für seine Nachbarn entstehen.
Dazu zählen unter anderem Auswirkungen durch:

  • Lästige Gerüche
  • Staub, Rauch oder Ruß
  • Lärm
  • Abwasser
  • Lichtentzug
  • Einwirkungen, die das ästhetische Empfinden verletzen

Die Rechtsvorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) stammen aus dem Jahre 1900. Sie haben nicht berücksichtigt, was Nachbarn auf ihrem Eigentum zu tun und zu lassen hatten, denn in der Vergangenheit bestand dazu auch kein Anlass. Im zwanzigsten Jahrhundert, wo die Menschen eng nebeneinander wohnen und jeder Einzelne seine Privatsphäre schützen möchte, ergab sich jedoch die Notwendigkeit, klare Grenzen zu ziehen und das Gesetz wurde dem entsprechend geändert und erweitert. Mittlerweile werden Nachbarschaftsgesetze von jedem Bundesland eigenständig geregelt.

 

 

 

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Besonnung

Wer sein Eigenheim plant, sollte zuerst über die Ausrichtung seines Hauses nachdenken, da der richtige Sonneneinfall, in der Architektur auch Besonnung genannt, unter anderem zu deutlich niedrigeren Heizkosten führen kann. So ist es erwiesen, dass nach Süden liegende Räume im Winter und in der Übergangszeit der Jahreszeiten das meiste Sonnenlicht erhalten. Wohingegen im Sommer die Räume, die sich auf der westlichen Seite eines Hauses befinden, von der Sonne verwöhnt werden. Auch gut zu wissen ist, dass im Osten die Sonne aufgeht und Räume, die sich auf der nördlichen Seite befinden, deshalb eher wenig Tageslicht abbekommen. Das Schlafzimmer ist deshalb häufig in diese Richtung ausgerichtet. Bauherren sollten sich unbedingt von einem Fachmann beraten lassen, um langfristig Geld mit diesen einfachen Tipps einzusparen zu können.

Aber auch die natürliche Ausleuchtung eines Raumes durch die Sonne oder das gegebene Tageslicht fällt unter den Begriff der Besonnung. Möchten Bauherren die Innenräume einer Immobilie mit genügend natürlichem Licht durchflutet wissen, dann ist es von Vorteil, ausreichend große Glasflächen beispielsweise in Form von Fenstern einbauen zu lassen. Lichthöfe und Oberfenster bieten zusätzliche Möglichkeiten, für die natürliche Besonnung eines Gebäudes zu sorgen. Besonders bei Neubauten, wo Energie-optimiertes Bauen heutzutage eine bedeutende Rolle spielt, wird immer öfter auf die Nutzung von natürlichem Licht gesetzt. Durch das Tageslicht kann das physische und psychische Wohlbefinden der Bewohner gesteigert werden, das haben mehrere Studien belegt.

Auch spezielle Licht-Systeme, wie zum Beispiel das Lamellensystem, welches das einfließende Tageslicht an Wände und Decke eines Raumes reflektieren, können helfen, das vorhandene Tageslicht tiefer in den Raum zu leiten. Das ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn die Raumaufteilung oder der Grundriss keine ausreichende Ausstattung mit Fenstern ermöglicht.

Darüber hinaus ist es in der kalten Jahreszeit von großer Bedeutung, dass das vorhandene Tageslicht die Außenwände eines Gebäudes teilweise trocknen kann. Denn damit kann Feuchteschäden an der Fassade und in den dahinter liegenden Räumen vorgebeugt werden. Um natürliches Licht optimal im Eigenheim nutzen zu können, kann ein Besonnungsdiagramm erstellt werden.

 

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